MÖGLICHER ANWENDUNGSFELDER

 

Die Wirkungen und Einsatzmöglichkeiten von Cannabis, CBD und CBD - A scheinen schier unbegrenzt. Viele der folgenden beispielhaften Möglichkeiten sind bereits durch wissenschaftliche Studien erforscht und abgesichert. Andere basieren auf bisher empirischen Beobachtungen aus der Praxis oder sind seit Jahrhunderten aus der Volksmedizin überliefert.

Auch ich habe bereits viele positive Erfahrungen bei Patienten in der Praxis sammeln können. Diese Erfolge habe ich sowohl bei schweren Erkrankungen als auch bei den üblichen „Volksleiden“ wie Kopfschmerzen oder bei chronischen Schmerzen wie z. B. Rückenschmerzen erzielen können.

Die folgende Auflistung ist daher als nicht abschließend zu betrachten. Ich bin sicher, dass zahlreiche Patienten, die CBD verwendet haben und eine beträchtliche Steigerung ihrer Lebensqualität erzielen konnten, diese Liste beliebig erweitern könnten.

Angststörungen, Phobien

Einige gute Studienergebnisse weisen auf den potenziellen Nutzen von CBD bei Angststörungen, Phobien und Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSB) und ihren Folgen hin. 

Arthrose

Studien mit Tieren zeigten Verbesserungen bei Arthrose und Gelenkschmerzen. Sie beruhen einerseits auf einer veränderten Schmerzleitung und andererseits auf direkte, antientzündliche Wirkungen des CBDs.

Asthma

CBD kann aufgrund seiner krampflösenden Wirkung zur Linderung bei Asthmaanfällen beitragen. Gerade  bei schweren Fällen wird häufig von einer Steigerung der Lebensqualität  bei begleitender Einnahme von  CBD berichtet.

Autoimmunhepatitis

Eine aktuelle Studie (Befragung in  Betroffenengruppen) berichtet von Verbesserungen bezüglich Schmerz, Schlaf und Erschöpfung bei Patienten mit Autoimmunhepatitis, die auf eigene Verantwortung CBD genutzt haben.

Chronische Darmentzündungen

Beobachtungen zeigen, dass CBD aufgrund seiner antientzündlichen und schmerzreduzierenden Wirkung Linderung bei chronischen Darmentzündungen herbeiführen kann. 

Chronische Schmerzen (Rückenschmerzen etc.)

Gerade Schmerzpatienten scheinen von CBD zu profitieren. In verschiedenen Studien konnte ein positiver Effekt vor allem bei chronischen Schmerzen gezeigt werden. Dieser ging mit zu 50% Verringerung des Gebrauchs anderer Schmerzmittel einher. Dies trug überdies zu einer verbesserten Lebensqualität bei.

Epilepsie

Stabile Daten existieren für eine Anwendung von CBD bei Epilepsie. Insbesondere die Anfallshäufigkeit konnte dabei reduziert werden. Verantwortlich ist wohl eine verbesserte Balance von erregenden und hemmenden Neurotransmittern im Gehirn.

Kopfschmerzen und Migräne

Es gibt wissenschaftliche Fallberichte und Studien mit Labordaten, die einen positiven Effekt bei Kopfschmerzen und Migräne beschreiben. Sie sind wahrscheinlich die Folge einer modifizierten Schmerzwahrnehmung und besser balancierter Neurotransmitter.

Krebs

Reduktion von Schmerzen und Chemotherapie­bedingter Übelkeit, besserer Appetit bei Appetitlosigkeit, Verbesserung der Lebensqualität insbesondere bei fortgeschrittener Krebserkrankung. Außerdem traten synergistische, d. h. unterstützende Wirkungen zwischen CBD und der medizinischen Behandlung auf. In ersten Versuchen sind auch direkte Wirkungen gegen Krebszellen (programmierter Zelltod) und indirekte Wirkungen auf den Krebs über Anregung und Aktivierung von Immunzellen gezeigt worden.

Menstruationsbeschwerden

Wegen der schmerzlindernden und krampflösenden Eigenschaften wird Cannabis in der Volksmedizin bei Regelbeschwerden empfohlen. Monatliche Regelschmerzen können stark gelindert werden. 

Neurofibromatose

Beobachtungen zeigen, dass CBD eine Verbesserung von Schmerzen und Stimmungsschwankungen erzielen kann. 

Schmerz infolge der Schädigung von Nerven

Sie sind häufig (5–7 % der Bevölkerung) und können nur unzureichend mit klassischen Schmerzmitteln behandelt werden. Cannabinoide (CBD/THC) sind aktuellen Meta-Analysen zufolge besser verträglich und in der Lage,  die Schmerzen zumindest voneinnigen der Betroffenen zu lindern.

Parkinson

Der mit Parkinson oft einhergehende Schmerz scheint durch CBD positiv beeinflussbar zu sein. Erste vorklinische Daten deuten in diese Richtung. Das könnte helfen, den hohen Schmerzmittelbedarf der Betroffenen zu vermindern

Schlafstörungen

Eine ganze Reihe von Studien beschreiben positive Effekte bei verschiedenen Schlafstörungen. Dazu gehören besseres Einschlafen oder weniger Albträume bei Posttraumatischen Belastungsstörungen.

Tinnitus

Aktuell gibt es keine Studien, die Hinweise darauf geben, dass die Cannabinoide aus der Cannabispflanze die Ohrgeräusche reduzieren können. Dr. Franjo Grotenhermen führt jedoch Fallberichte auf, in denen Patienten mit einem Tinnitus von einer Cannabis-Therapie profitieren konnten. So berichten die Patienten, dass die Ohrgeräusche mehr in den Hintergrund getreten sind und dass sich die Konzentrationsfähigkeit verbessert habe. 

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STUDIENAUSZUG

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