ERFOLGSBEISPIELE AUS DER PRAXI

Dass Cannabis extrem hilfreich sein kann, habe ich in den vorherigen Kapiteln sehr ausführlich aufgezeigt. Noch viel beeindruckender als die medizinische Theorie sind in meinen Augen aber die menschlichen Schicksale hinter den Patientenakten. Anhand einiger Erfolgsgeschichten meiner Patienten möchte
ich Ihnen ein Gefühl dafür geben, welche Bedeutung Cannabis tat- sächlich hat. Dies geht weit über die reine Physis hinaus und betrifft vor allem die Lebensqualität und Lebensumstände der Anwender. Die größte Bestätigung meiner Arbeit ist, wenn Patienten wieder die Freude am Leben zurückgewinnen und dies mit ihrer Familie und ihren Freunden teilen können.
„Die Schmerzen haben an Aggressivität verloren!“

Vor einiger Zeit kam ein 50-jähriger Mann zu mir in die Praxis, der einen Schlaganfall im Halsrückenmark erlitten hatte. Bis zu seiner Erkrankung war er als Leiter eines großen Reha ­Zentrums beruflich extrem erfolgreich, aber auch von früh bis spät auf den Beinen.

Die Leidensgeschichte meines Patienten war bereits relativ lang, bevor er bei mir vorstellig wurde. Er klagte über Gleichgewichtsstörungen, periphere Lähmungserscheinungen und Sensibilitätsstörungen. Zudem machten ihm massive Nervenschmerzen und ein ständiges Kribbeln in den Extremitäten zu schaffen. An eine weitere Ausübung seines Berufs war überhaupt nicht mehr zu denken. Noch viel schwerer wiegte für ihn jedoch, dass er auch kaum noch in der Lage war, sein privates Leben zu gestalten. Die Krankheit überstrahlte alles. Spastiken und Krämpfe nahmen beständig zu. Ein geregelter Schlaf und auch normales Wasserlassen waren nicht mehr möglich. Zwischenzeitig wurden die Schmerzen, insbesondere im rechten Arm, auf der Schmerzskala von 1 bis 10 mit 9 angegeben. Mit der Zeit entwickelte sich bei ihm auch eine starke depressive Störung, einhergehend mit einem fast vollständigen Verlust der Lebensfreude.

Von den Ärzten der Universität Bonn, die für den Patienten keine weiteren Therapiemöglichkeiten mehr sahen, wurde der Patient an das Schmerzzentrum DGS Bonn verwiesen. Hier habe ich dem Patienten sehr schnell ein Cannabis-Präparat sowohl mit CBD- als auch THC-Bestandteilen verschrieben. Das THC half dem Patienten, seine depressive Phase zu überwinden. Das CBD sorgte u. a. dafür, die Schmerzen in den Griff zu bekommen.

Das Ergebnis war selbst in meinen Augen überwältigend. Bereits nach kürzester Zeit schrieb mir der Patient begeistert folgende Kurznachricht: „Die Schmerzen haben an Aggressivität verloren!“

Ebenso berichtete der Patient mir, dass sich in seinem Körper „etwas tue“, das fühle sich „positiv an“. In immer kürzeren Abständen waren weitere Erfolge zu beobachten. Der Patient berichtete, wie bei ihm „die Lebensqualität in schnellen kleinen Schritten zurückkehrte“. Nach nur zwei Therapiewochen erzählte er mir begeistert, dass er das Gefühl habe, sein Leben nun wieder zurückzuhaben. Wichtig war ihm, wieder auf eigenen Füßen stehen und seine Tätigkeit als Leiter des Reha-Zentrums Schritt für Schritt wieder aufnehmen zu können.

„Ich konnte endlich wieder an Ausflügen mit meinem Kind und meinem Mann teilnehmen!“

Der zweite Fall, von dem ich berichten möchte, betrifft eine 41­jährige, verheiratete Lehrerin mit einem Kind. Die ehemalige Leistungssportlerin litt seit einem Sportunfall in jüngeren Jahren unter einer fortschreitenden Arthrose, verbunden mit extremen Schmerzen. Selbst ein Knieimplantat brachte der Patientin keine Schmerzlinderung. Die Schmerzen wurden mit der Zeit durch ein leider deutlich zunehmendes Übergewicht sogar noch befördert. Mit der Zeit war ihr sogar normales Gehen nicht mehr möglich, so dass sie kaum noch einen Schritt ohne Gehhilfen unternommen hat. Beständig wurden die Schmerzen immer stärker, so dass sie Unterrichtsstunden massiv reduzieren musste. Auch privat schränkten die Schmerzen sie so stark ein, dass sie kaum noch ausging. An Familienausflügen mit Mann und Kind nahm sie zum Schluss gar nicht mehr teil.

Ihr vorbehandelnder Arzt verordnete neben allerlei konventionellen Schmerzmitteln auch Opiate. Diese linderten zwar den Schmerz, doch sie führten auch zu einer ständigen Müdigkeit. Die Folge war, dass sie ihre berufliche Tätigkeit als Lehrerin noch weiter einschränken musste. Zu Hause verbrachte sie ihre Freizeit fast nur noch liegend auf dem Sofa.

Die ständigen Schmerzen und die Müdigkeit beherrschten ihr Leben vollständig. Dieser Verlust an Lebensqualität führte sie schließlich zum Schmerzzentrum DGS Bonn. Hier stellten wir ihre Medikation komplett um und entwickelten einen neuen Behandlungsplan. Wir reduzierten die Opiatgabe, verordneten Physiotherapie und ein Programm zur Gewichtsabnahme. Gegen die entzündlichen Schmerzen im Knie gaben wir Kurkuma und klassische Kohlwickel. Zwar gab es erste Zeichen der Besserung, doch die Patientin gab die Schmerzintensität immer noch mit 5–6 von 10 an. Ihr war es jedoch extrem wichtig, wieder voll am Leben teilnehmen zu können. Daher verbot sich die erneute Gabe von Opiaten, aber auch von berauschendem THC. Somit verordnete ich ein reines CBD-Präparat.


Bereits nach kurzer Zeit erzielte diese Behandlung enorme Erfolge. Die Schmerzen reduzierten sich schnell auf ein erträgliches Maß von 2–3 auf der Schmerzskala. Noch wichtiger war jedoch, dass die Patientin wieder ein aktives Familienleben führen konnte. So konnte sie an Ausflügen mit ihrem Kind ins Schwimmbad teilnehmen und absolvierte wieder erste Stadtbummel. 

Auch war sie zumindest zum Teil wieder in der Lage, ihren Beruf als Lehrerin auszuüben. Für die nähere Zukunft plant sie bereits, die Stundenzahl an der Schule wieder aufzustocken. Und was mich als Arzt vor allem begeisterte: Alle diese Erfolge konnten vollständig ohne Nebenwirkungen erzielt werden.

„Endlich falle ich nicht mehr jeden Monat zwei Tage wegen starker Schmerzen aus.“

Das dritte Beispiel betrifft eine junge Frau von 37 Jahren. Sie kam mit einem Problem zu mir, mit dem zahlreiche Frauen weltweit und regelmäßig zu kämpfen haben – Menstruationsbeschwerden.

Die Frau ist Mutter zweier Kinder und arbeitet in Teilzeit als Bürokauffrau. Schon seit der Pubertät leidet sie an extremen Regelschmerzen – jedoch ohne erkennbare Ursache. Diverse gynäkologische Therapien vom Einsetzen einer Spirale bis hin zu Hormonbehandlungen haben keinerlei Linderung verschafft. So fiel sie perimenstruell nahezu jedes Mal 2 Tage im Beruf wie auch privat krankheitsbedingt aus. Diese Tage verbrachte Sie unter Verwendung starker Schmerzmittel wie Novalgin bzw. Buscopan meist vollständig im Bett. Dies ging so weit, dass ihr Ehemann sich für diese Tage bereits fast planmäßig Urlaub nehmen musste, um die Kinderbetreuung sicherzustellen.

Der behandelnde Gynäkologe hatte in Ermangelung weiterer, ihm bekannter Therapieformen sogar die Entfernung der Gebärmutter vorgeschlagen. Dies kam für die Patientin jedoch aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Familienplanung keinesfalls in Betracht.

Mit dieser Diagnose kam die Patientin nun in meine Praxis. Sie bekam von mir ein CBD­Präparat verordnet, das bereits nach kürzester Zeit erfolgreich anschlug und die Schmerzen schnell um rund 90 % reduzierte. Die Patientin kann selbst an den starken Regeltagen heute weiterhin ihrem Beruf nachgehen und sich auch um ihre Kinder kümmern. Für die Patientin war dies nach eigenen Worten ein extremer Gewinn an Lebensqualität.

Auch wenn es sich in diesem Fall, den ich hier beschrieben habe, um ein ungewöhnlich starkes Ausmaß an Beschwerden handelte, so ist das Prinzip hinter den Beschwerden bei allen betroffenen Frauen doch verhältnismäßig ähnlich. Daher kann CBD für viele leidgeprüfte Frauen eine willkommene Linderung bedeuten.

„Vom Erfolg der Behandlung trotz niedriger Dosierung bin ich positiv überrascht.“

In diesem Beispiel werden sich sicherlich viele Leser wiederfinden. Vor einiger Zeit kam eine 45­ jährige Dame zu mir, die als Chefsekretärin in einem Bonner Dax-Konzern beschäftigt war. Hoher Arbeitsdruck in Verbindung mit ihrem eigenen Perfektionismus führten zu starken Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Heftige Kopfschmerzen vom Nacken bis zur Stirn, ausgehend von der Halswirbelsäule, wachsende Unzufriedenheit, Konzentrationsstörungen bis hin zu Schlafstörungen, vegetativ bedingte Schweißausbrüche sowie eine depressive Entwicklung waren die Folge.

Die Verspannungen wurden vom behandelnden Orthopäden zuerst mit typischen Spritzen in die Halswirbelsäule therapiert, was jedoch keinerlei Linderung verschaffte. Die anschließende Gabe von muskelentspannenden Medikamenten führte zwar zu einer leichten Schmerzreduktion, doch die Nebenwirkungen wie eine fast ständige Müdigkeit sowie eine Verschlimmerung der Konzentrationsstörungen und der depressiven Entwicklung verschlimmerten die Situation der Dame eher noch.

Mit diesem Hintergrund wurde die Patientin nun in unserer Praxis vorstellig. Ziel unserer Behandlung war vor allem die Schmerzreduktion unter Beibehaltung der Vigilanz, also des Grades der Wachheit. Hierzu verordneten wir der Patientin ein CBD-Präparat. Trotz einer vergleichbar geringen Dosis trat bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung der Beschwerden ein. 

Die bisher brettharte Nackenmuskulatur entspannte sich zunehmend. Die Konzentrationsprobleme ließen nach. Selbst die Schlafqualität nahm zu. Die Kopfschmerzen hingegen blieben aus. Die Patientin war vom Erfolg der Behandlung begeistert.

„Auch ohne die berauschende Wirkung eines Joints hat mir CBD extrem geholfen.“

Dieser Fall zeigt hervorragend, wie sich die klassischen Behandlungsmethoden häufig durch CBD sinnvoll ergänzen lassen. Zu mir kam ein 23­jähriger Student, bei dem bereits mit 13 Jahren Morbus Crohn – also eine chronisch entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes – diagnostiziert worden war. Diese Krankheit wurde klassisch behandelt. Der Student litt dennoch fast durchgehend an Bauchschmerzen und Durchfällen, die ihn im Studium, aber auch privat stark einschränkten. 

Durch Zufall probierte er im Freundeskreis eines Tages aus reinem Spaß einen Joint aus. Überrascht stellte er fest, dass sich Schmerzen und Durchfälle für einen Tag deutlich besserten. Mit dieser Erfahrung kam er nun zu uns in die Praxis, um medizinisches Cannabis zu erhalten. Zu seiner anfänglichen Enttäuschung verordneten wir ihm jedoch „nur“ ein CBD-Präparat. Schmerzen und Durchfälle besserten sich dennoch bei ihm. Einschränkungen im Uni-Alltag gehörten der Vergangenheit an. Zusätzlich verbesserte sich sogar seine Konzentrationsfähigkeit im Studium etwas. Dieser Erfolg bestätigte unsere Behandlung, so dass wir ihm längerfristig CBD in niedriger Dosierung gaben.

Positive Begleiterscheinung und für den Patienten besonders erfreulich war die Tatsache, dass sich die Blutsenkung, die als Marker für die Magen-und-Darm-Entzündung herangezogen werden kann, bei unveränderter „Basistherapie“ zusätzlich verbesserte. Insgesamt konnte der Student wieder deutlich intensiver am privaten wie am studentischen Leben teilhaben. 

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